Autor: HDW

Jenseits von Raum und Zeit

Connected Intelligence:

Jenseits von Raum und Zeit


Mit der Bündelung von Wissenschaft, Technologie und Industrie auf kleinster Fläche setzt das Saarland auf technologische Exzellenz in Megatrends wie Konnektivität und Künstliche Intelligenz.
Eine weiße Quadcopter-Drohne mit Kamera fliegt durch den blauen Himmel, die Propeller sind unscharf und bewegen sich - ein perfektes Bild für Saarland Marketing und Standortmarketing Saarland, um auf Deutschlands Hidden Champion in Sachen Innovation aus der Luft hinzuweisen.
© Adobe Stock / Kadmy

Konnektivität ist ein Megatrend unserer Zeit. Ohne die digitale Vernetzung abseits von Raum und Zeit wäre vieles von dem, was für uns heute normal ist, kaum vorstellbar. „Connected Intelligence“ bedeutet, dass viele intelligente Systeme im Hintergrund zusammenwirken. „Wenn etwa Drohnen bei der Versorgung von Erdbebenopfern helfen oder Päckchen ausliefern, wirkt da ein komplexes System von Systemen zusammen“, sagt Bernd Finkbeiner, Faculty am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informations­sicherheit und Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. „Die Drohnen treffen Entscheidungen und tauschen sich aus, etwa bei Informationen über Wetter oder zur Boden­beschaffenheit.“ Das muss auf eine zuverlässige Art und Weise geschehen, damit beispielsweise der Ausfall einer bestimmten Kommunikations­verbindung nicht das Gesamt­system betrifft. „Cybersicherheit und die Verbindung mit Künstlicher Intelligenz sind heute ganz zentrale Themen“, sagt Finkbeiner. In den geopolitisch unsicheren Zeiten, in denen wir leben, sei Cybersecurity noch wichtiger geworden. Das CISPA hat sich dabei zu einem der weltweit führenden Kompetenzzentren für die Sicherheit von Betriebssystemen und Hardware, insbesondere bei der Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen entwickelt. Obwohl noch ein junges Forschungszentrum, ist das CISPA in diesem speziellen Bereich der Cybersecurity weltweit führend. Das belegt auch der eigens für das CISPA aufgesetzte Risikokapitalfonds des international agierenden Nachhaltigkeitsfonds Sustainable & Invest GmbH aus Frankfurt. Das private Risikokapital von bis zu 50 Millionen Euro ermöglicht es jungen Unternehmerinnen und Unternehmern im Saarland, ihre innovativen Ideen voranzutreiben. „Für uns ist es wichtig, nicht nur Grundlagen­forschung zu betreiben, sondern auch in die Wertschöpfung zu dringen“, sagt Finkbeiner. 

Ein Mann mittleren Alters mit einer Glatze und einem kurzen Bart lächelt leicht. Er trägt ein dunkelblaues Button-up-Hemd und steht in einer hellen Halle mit unscharfem Licht - ein Bild, das Deutschlands Hidden Champion, Saarland Marketing, widerspiegelt.

Cybersicherheit und die Verbindung mit Künstlicher Intelligenz sind heute ganz
zentrale Themen.»

Prof. Dr. Bernd Finkbeiner, Faculty am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informations­sicherheit und Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes

Wissenschaft und Industrie arbeiten nahtlos zusammen

Denn nur wenn Wissenschaft, Forschung und Industrie nahtlos zusammenwirken, können exzellente Lösungen entstehen, die dann für nachhaltige Sicherheit sorgen, sei es in Flugzeugen oder in IT-Netzwerken von Unternehmen, Be­hörden, Kraftwerken oder Krankenhäusern. Wie ein solches Cluster mustergültig funktioniert, beweist das Saarland. Mit seiner Bündelung von Wissenschaft und Technologie auf kleinster Fläche setzt man hier auf technologische Ex­zellenz in Megatrends wie Konnektivität und Künstlicher Intelligenz. Auf dem CISPA Innovation Campus in St. Ingbert entsteht in den kommenden Jahren ein Ballungs- und Kristallisations­zentrum für Ausgründungen und Ansiedlungen namhafter roßunternehmen in den Bereichen Informatik, Cybersicherheit und verwandten Themen.

Das CISPA liefert Gründerinnen und Gründern perfekte Arbeitsbedingungen und den Unternehmen wissenschaftliches Know-how, Reputation und Fachkräfte. Im Gegenzug kann das CISPA seine Forschung in die Anwendung bringen. „Für die Region wird durch die entstehenden Arbeitsplätze Wohlstand und Wertschöpfung generiert“, sagt CISPA-CEO und Gründungsdirektor Professor Michael Backes. Die IHK Saarland prognostizierte jüngst in einer Studie für die Zukunft allein durch die zu erwartenden CISPA-Ausgründungen regionalwirtschaftliche Effekte von 133 Millionen Euro jährlich. Backes hat sich nicht weniger vorgenommen, als das CISPA zu einem „schlagenden Herzen des Strukturwandels im Saarland“ zu machen.  

Zwei Menschen in blauen Anzügen stehen nebeneinander vor einer Backsteinmauer und lächeln mit verschränkten Händen in die Kamera - der Geist des Standortmarketings Saarland und Deutschlands Hidden Champion ist eingefangen.
Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, und Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Backes, Gründungs­direktor und CEO
des CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit, möchten das Saarland zu einem weltweit bekannten Hotspot der IT machen.

Rückenwind von der Stanford-Universität

Die ambitionierten Pläne verwundern nur auf den ersten Blick. Denn wie sonst kaum in Deutschland wirken industrielle Produktion, Wissenschaft und Politik so eng zusammen wie im Saarland. An Themen wie Konnektivität und Künstlicher Intelligenz, die heute mit ChatGPT ihren „iPhone-Moment“ haben, forscht man an der Saar bereits seit Jahren. Als Produktions- und Autoland ist es im Saarland seit Langem sinnvoll, sich intensiv mit KI zu beschäftigen. Bei der Vernetzung von Maschinen, Geräten und Sen­soren, die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ eine Erfolgsgeschichte der Wirtschaft in Deutschland darstellt, war das Saarland Pionier. Und so findet sich hier eine in seiner Dichte rare Kombination von exzellenten Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Kompetenzen in den Bereichen Hardware, Software und Konnektivität – also den wesentlichen Treibern für die Realisierung von Industrie-4.0-Konzepten. 

Für Exzellenz auf Top-Niveau sorgt dabei das CISPA-Stanford-Programm. Die kalifornische Elite-Universität hat Absolventen wie die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, Netflix-Gründer Reed Hastings und Elon Musk hervorgebracht. „Im Rahmen des CISPA-Stanford Center for Cybersecurity forschen und lehren CISPA-Forscher als Gastprofessoren in Stanford“, sagt Finkbeiner, der selbst 2003 an der Stanford-Universität promovierte. „Unsere Forscher bleiben dort für zwei Jahre und kehren dann als Gruppenleiter ans CISPA zurück.“

Datenanalyse mit KI beschleunigen

Firmengründungen im Tech-Bereich sind im Saarland häufig Spin-offs aus Universitäten. Ein Beispiel ist Natif.ai. Das Startup analysiert mit Hilfe von KI-Modellen Daten von Banken, Anwaltskanzleien und Versicherungen extrem schnell und genau. „Wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, die Welt vom Papierkram zu befreien“, sagt Natif-ai-Co-Gründer Manuel Zapp, der 2014/15 am Deutschen Forschungs­zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken zu einer sehr spannenden Zeit tätig war, wie er bekennt. „Die CEOs der DAX-Konzerne wollten damals wissen, wie wir KI für ihre Unter­nehmen verfügbar machen können. Die einen wollten Insights aus ihren Bestandsdaten, die anderen wollten automatisieren. Und dabei waren in 90 Prozent aller Fälle Dokumente in­volviert.“ Diese Dokumentenprobleme zu lösen, war die Gründungsidee von Natif.ai. Zapp nennt ein Beispiel, wie dabei der Einsatz von KI hilft: „Einer unserer Kunden ist eine Anwaltskanzlei, die einen Berg von Versicherungsdaten hat, wie Schadensgutachten, Restwert eines Autos nach einem Schadensfall oder den Wieder­be­schaf­fungswert. Wir machen die Daten aus diesen Dokumenten für die Automatisierung verfügbar.“

Dabei hilft Natif.ai eine Technologie, die sich Deep OCR nennt. „Dokumente kommen bei uns auch mal als PDF an“, sagt Zapp. „Wenn man den Text aus den Dokumenten verfügbar machen will, funktioniert das unter Zuhilfenahme klassischer Technologien nur mäßig. Mit Deep Learning kann man solche Dokumente nicht nur viel prä­ziser und korrekter auslesen, sondern schafft auch einen Datengrundstamm für das Training weiterer Modelle.“

Großer überdachter Kongress mit vielen Menschen, die die Stände und Banner der Aussteller erkunden. Hohe Fenster, Holzböden und natürliches Licht erfüllen den Raum. Einige Stände beleuchten Themen wie Internetkriminalität und werben für Saarland Marketing als Deutschlands Hidden Champion.
Cybersecurity Day in Saarbrücken: Jährliche Leuchtturm-Veranstaltung rund um das Thema IT-Sicherheit, Compliance und Datenschutz für Unternehmen und öffentliche Institutionen.

Software bringt Licht in die „Black box“ KI

KI vertrauenswürdig zu machen, ist das Ziel des Saarbrücker Startups QuantPi, das 2020 von KI- und Business-Fachleuten des CISPA und der Universität des Saarlandes gegründet wurde. Vertrauen in KI entsteht nur, wenn deren Entscheidungen für den Menschen nachvollziehbar bleiben. Häufig ist KI aber heute noch eine „Black Box“, weil kaum jemand weiß, was die KI gelernt hat und wie sie zu ihren Vorhersagen gelangt ist.

Die von QuantPi entwickelte Software setzt genau da an und will Entscheidungsprozesse von KI-Systemen nachvollziehbar und transparent machen. Die Software analysiert und überwacht KI-Modelle von Unternehmen und Institutionen und stellt klar, welche Daten und Kriterien in eine von einer KI getroffenen Entscheidung geflossen sind. Die Responsible-AI-Plattform von QuantPi soll zum sicheren und selbstbestimmten Zusammenleben von Menschen mit intelligenten Maschinen beitragen und Gefahren abwehren. In der langen Phase der Forschung und Entwicklung bis hin zur Marktreife stand dem Team der CISPA Incubator zur Seite, sowohl inhaltlich als auch bei der Beschaffung von Mitteln aus dem Programm StartUp­Secure des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BmBF). So ist QuantPi bereit für ein Thema, das in naher Zukunft wohl genau solche Wellen schlagen wird wie KI: die Quantencomputer.

Ein Brutkasten für Innovation und Unternehmergeist

Ein Brutkasten für Innovation und Unternehmergeist

1 Bitahoy: Mit KI gegen Cyber-Angriffe

Große Unternehmen, insbesondere solche, die zur kritischen Infrastruktur gehören, geraten zunehmend ins Visier von Hackerinnen und Hackern. Die Systeme dieser Unternehmen müssen permanent kleine und große Attacken analysieren und abwehren, was ein aufwendiger und teurer Prozess ist. 

Bitahoy hat eine Lösung entwickelt, wie Unternehmen diesen Prozess mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) automatisieren können – und nebenbei auch noch ein weiteres Problem lösen. „Es gibt einen großen Fachkräftemangel in diesem Bereich, dem wir mit unserer Software entgegenwirken können“, sagt Roman Tabachnikov, einer der drei Gründer von Bitahoy. Das Tool von Bitahoy analysiert bestehende technische Daten aus verschiedenen Geschäftsbereichen, Prozessen und Dokumenten. Die KI kann dann basierend auf ihren Vorkenntnissen Vorfälle priorisieren und Empfehlungen für Entscheidungen bezüglich des Sicherheitsmanagements der Firma abgeben. Dabei werden auch rechtliche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen einbezogen. 

Das Startup Bitahoy konzentriert sich derzeit vor allem auf Finanzinstitutionen wie Regionalbanken und andere Unternehmen der kritischen Infrastruktur. Mittelfristig soll die KI-Lösung aber auch für kleinere Unternehmen zur Verfügung stehen. „Das wird in Zukunft immer mehr gebraucht werden, in allen Bereichen“, ist sich Roman Tabachnikov sicher.

2 Cysmic: Blutanalyse aus der Espressomaschine

Erysense sieht ein bisschen aus wie eine bekannte Espresso-Kapsel-Maschine, kann aber so viel mehr: Das Gerät ist ein Minilabor samt Mikroskop, das den Blutfluss im Körper des Menschen simuliert, dabei rote Blutzellen analysiert und so unter anderem die Qualität von Blutkonserven überprüfen kann.

Dahinter steckt ein ganzes Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die größtenteils von der Universität des Saarlandes stammen. Sie haben einen Kunststoffchip ent­wickelt, der winzige Mikrokanäle enthält, und ein Verfahren, rote Blutzellen auf diesen Kanälen zu analysieren. Rote Blutzellen sind in der Lage, sich stark zu deformieren, um Sauerstoff in jeden Winkel des Körpers transportieren zu können. Sind sie geschädigt, gelingt das weniger gut. 

Dank Cysmics Verfahren können Auffälligkeiten im Blut frühzeitig festgestellt werden. „Das befähigt uns, Qualitätskontrollen von Blutkonserven durchzuführen“, sagt Dr. Stephan Quint, einer der Gründer von Cysmic. Die große Hoffnung dabei: Aktuell müssen alle nicht eingesetzten Blutkonserven nach 42 Tagen entsorgt werden – auch wenn diese noch länger halten würden. Mithilfe von Erysense können Blut­­­konserven hingegen spenderspezifisch bewertet werden. „Wir hoffen, so bis zu 20 Prozent mehr Blut im Markt halten zu können“, sagt Quint.

Eine metallene, rechteckige Industriemaschine mit einem runden Knopf mit grünem Licht auf der Vorderseite und einem offenen Fach in der Mitte, das den Innovationsgeist von Saarland Marketing als Deutschlands Hidden Champion widerspiegelt.
Erysense von Cysmic ist ein Point-of-Care-Blutanalysegerät, das Lab-on-Chip-Tech­no­logie, Bildgebung und KI vereint, und kaum größer als eine Espressomaschine ist.

3 IS Predict: KI-Vorreiter aus Saarbrücken

Effiziente Prozesse für Mensch, Maschine, Material und Energieeinsatz zu gestalten – so lautet das Ver­sprechen des auf KI spezialisierten Softwareunternehmens IS Predict aus Saar­brücken. „Unser Ziel ist es, uns als Vorreiter für innovative und leistungsstarke KI-Lösungen zu etablieren“, sagt Britta Hilt, Managing Director und Co-Founder des 2010 gegründeten Unternehmens. Das Saarland habe ein attraktives Umfeld für das damalige KI-Startup geboten, so Hilt. „An der Uni in Saarbrücken gibt es seit vielen Jahrzehnten das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das weltweit einen guten Ruf hat.“ Es gebe zahlreiche Hilfestellungen bei einer Gründung. Zudem nutze IS Predict heute als erfolgreiches Unternehmen diverse Forschungskoope­rationen. Dabei könne jeder Partner seine spezifische Expertise einbringen.

Zwei Menschen in Business-Kleidung stehen auf einer Wiese mit Windrädern und Bäumen im Hintergrund, während das Sonnenlicht durch die Wolken bricht - eine inspirierende Szene von Saarland Marketing, die für Deutschlands Hidden Champion wirbt.
Gemeinsam haben Richard Martens und Britta Hilt das KI-Unternehmen IS Predict gegründet. Schon 2010 bot das Saarland dafür ein attraktives Umfeld. © Axl Klein

Wir gehen in eine neue Ära der Stahlherstellung

„Wir gehen in eine neue Ära der Stahlherstellung“


Weg von der Kohle, hin zu Wasserstoff und elektrischem Strom: Im Saarland soll in wenigen Jahren CO2-neutraler Stahl hergestellt werden. Stefan Rauber und Reinhard Störmer blicken im Doppelinterview auf die Zukunftsaussichten der saarländischen Stahlindustrie.  
Ein blaues Industriegebäude mit einem großen Schild mit der Aufschrift Pure Steel", teilweise verdeckt von grünen Bäumen unter einem klaren Himmel, unterstreicht die Bemühungen von Saarland Marketing, Deutschlands Hidden Champion zu fördern. Aus einem Schornstein auf dem Dach steigt Rauch auf.
© SHS – Stahl-Holding-Saar

Herr Rauber, wie zeitgemäß ist es, bei der Stahlherstellung Millionen Tonnen CO2 zu emittieren?

Rauber: Das ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß, und deshalb leisten wir mit unserem Transfor­mationsprojekt einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland. Vorbehaltlich öffentlicher Förderungen werden wir künftig über eine sogenannte Direktreduktionsanlage und zwei Elektrolichtbogenöfen produzieren, damit gehen wir in eine neue, umweltfreundlichere Ära der Stahlherstellung. Direktreduktion bedeutet, dass mit Hilfe von Erdgas oder Wasserstoff Eisenerz zu Eisenschwamm umgewandelt wird. Statt also wie bisher Koks­kohle zu verwenden, nutzen wir in Zukunft klimaschonende Reduktionsmittel zur Stahlherstellung. So werden wir schon bis 2030 die „Fit for 55“-­Ziele der Europäischen Union erreichen. Mit diesem Umbau werden wir zum Vorreiter in Deutschland und in Europa.

Herr Störmer, wie unterscheiden Sie sich von Wettbewerbern, die ebenfalls ihre Stahl­herstellung umstellen?

Störmer: Neben technischen Unterschieden ist die Menge des eingesparten CO2 entscheidend. Wir wollen mit dieser neuen Herstellungsmethode 3,5 Millionen Tonnen Stahl herstellen und dabei 4,9 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr bis 2030 einsparen. Indem wir sofort 70 Prozent unseres Stahls emissionsärmer herstellen, gehen wir den größten Schritt unter den deutschen Stahlproduzenten.

Wie viel werden Sie investieren und wann soll es losgehen?

Rauber: Wir werden etwa 3,5 Milliarden Euro investieren und setzen die ersten Maßnahmen bereits um. Förderkonform bereiten wir das Baufeld am Standort Völklingen vor, investieren in eine Trafoanlage in Dillingen und arbeiten an der Infrastruktur im Umfeld. Die großen Aufträge für die Elektrolichtbogenöfen und die Direktreduktionsanlagen werden wir voraussichtlich im Frühjahr 2024 vergeben, wenn die baurechtlichen Ge­nehmigungen und die Förderzusagen vorliegen. Damit rechnen wir im Laufe dieses Jahres. Ende 2026 beginnen wir mit der Testphase und gehen Anfang/Mitte 2027 voll in die Produktion.

Warum liegen die Förderzusagen noch nicht vor?

Störmer: Was wir vorhaben, hat es in Deutschland so noch nie gegeben. Hierzulande gibt es keine Direktreduktionsanlagen, außerdem sind unterschiedliche Verfahren auf dem Markt. Für die Förderungen müssen wir drei Quellen kontaktieren: Land, Bund und EU. Dort müssen wir jeweils das Projekt einer Vielzahl von Entscheidern erklären. Das kostet Zeit. Aber zugegeben, die Materie ist komplex, auch wir lernen täglich dazu.

Ein älterer Mann mit weißem Haar und Brille, der einen dunklen Anzug, einen roten Pullover, ein weißes Hemd und eine rote Krawatte trägt, steht an einem Podium und spricht vor einem dunkelblauen und weißen Hintergrund bei einer Veranstaltung von Saarland Marketing.

Was wir vorhaben, hat es in Deutschland so noch nie gegeben.»

Reinhard Störmer, Vorsitzender der Montan-Stiftung Saar & Vorsitzender der Aufsichtsräte von: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, der Saarstahl AG, der Dillinger Hüttenwerke und der Dillinger Hütte Saarstahl AG

Was bedeutet die Umstellung für Sie als Unternehmen?

Rauber: Wir kommen aus einer 350-jährigen Geschichte der Stahlherstellung auf Basis von Koks und Eisenerz. Das hat Generationen von Mitarbeitenden und die ganze Region stark geprägt. Nun ändern wir das – radikal –, und das zieht einen starken kulturellen Wandel nach sich, den wir erklären müssen. Das ist uns gelungen: Alle wissen, was und warum wir es wollen, all unsere Mitar­beitenden stehen hinter dem Jahrhundertprojekt. Außerdem ersetzt die neue Technologie nicht nur Anlagen und der Rest bleibt beim Alten. Die Umstellung erfordert umfassende neue Fähig­keiten, Kompetenzen und Prozesse, die eingeübt werden müssen.

Was heißt das konkret für den Standort Dillingen?

Störmer: Vorbehaltlich öffentlicher Förderungen werden die klassischen Hochöfen schrittweise abgeschaltet, die Kokerei, in der bisher der benötigte Koks hergestellt wurde, wird nach der Abschaltung des zweiten Hochofens geschlossen. Dafür wird ein Elektrolichtbogenofen zum Einsatz kommen, in dem nicht mehr nur Roheisen, sondern auch Schrott eingeschmolzen wird. Davon werden etwa zwei Millionen Tonnen pro Jahr verarbeitet, dafür brauchen wir eine ganz neue Logistik. Alles, was zu diesem neuen Verfahren gehört, muss unsere Belegschaft 2027 beherrschen, wenn wir an den Start gehen. Wir sind mit umfangreichen Aus- und Weiterbildungsmaß­nahmen auf einem guten Weg.

Wie schaffen Sie es, in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben?

Rauber: Am Ende muss es gelingen, unsere CO2-neutralen Produkte zu verkaufen. Hier erwarten wir von der Politik in Deutschland und Europa, dass entsprechende Leitmärkte geschaffen werden, denn ohne diese wird es nicht gehen. Eine Regierung kann einerseits nicht fordern, dass alles grün und nachhaltiger werden soll, und andererseits diese Transformation nicht entsprechend unterstützen. Gegenüber Konkurrenten, die ihren Stahl weiterhin auf herkömmliche Weise herstellen, hat ein CO2-neutrales Produkt sonst preislich keine Chance.

Woher wird der Wasserstoff kommen, den Sie brauchen werden? 

Störmer: Das Fernziel ist, den Wasserstoff über eine Leitung aus Frankreich zu beziehen, die direkt nach Dillingen führt. Aber schon in der ersten Phase bis 2030 brauchen wir jährlich über 55.000 Tonnen Wasserstoff, der regional her­gestellt wird. Wir schaffen uns damit unseren eigenen Markt. Da wir den regionalen Energie­anbietern Abnahmegarantien geben können, sind sie bereit, in entsprechende Anlagen zu investieren. Diese werden im Saarland gebaut und die Erst­versorgung sicherstellen.

Ein Mann in Anzug und Krawatte, der eine Brille trägt, hält ein Mikrofon und spricht vor einem dunklen, verschwommenen Hintergrund mit blauer und grüner Beleuchtung bei einer Veranstaltung von Saarland Marketing.

Am Ende muss es gelingen, unsere CO2-neutralen Produkte zu verkaufen. Hier erwarten wir von der Politik in Deutschland und Europa, dass entsprechende Leitmärkte geschaffen werden, denn ohne diese wird es nicht gehen.»

Stefan Rauber, seit Juli 2023 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA und Vorstandsvorsitzender der beiden Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl AG

Wasserstoff ist teuer, elektrischer Strom auch. Welche Rolle spielen die Energiepreise für Sie in Zukunft?

Rauber: Im Vergleich zu den USA ist der Strompreis in Deutschland deutlich höher. Da sollte sich niemand wundern, wenn die hiesige Industrie beginnt, über den Standort nachzudenken. Der Energiepreis ist der entscheidende Wett­bewerbsfaktor, und energieintensive Branchen, zu denen wir gehören, brauchen zwingend einen Industriestrompreis. Die bisherigen politischen Ankündigungen nehmen wir beim Wort – weil wir es müssen. Wir haben ein klares Bekenntnis zum Saarland abgegeben, und nun erwarten wir ein ebenso klares Bekenntnis der Bundes- und Europapolitik uns gegenüber.

Ist CO2-neutraler Stahl auch für Ihre Kundinnen und Kunden wichtig?

Störmer: Unsere Kunden – und deren Kunden – wollen ihren CO2-Fußabdruck senken. Deshalb wird das Thema auch für uns, die am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, wichtig. Nehmen wir die Monopiles, die Stahlfundamente, auf denen Offshore-Windkraftturbinen stehen. Hier sind wir Weltmarktführer, und es wäre nicht zu vermitteln, wenn gerade diese Bleche künftig nicht CO2-neutral hergestellt werden. Ähnliches gilt für den Transport, die Autobranche und zahlreiche andere Industrien, aus denen es bereits viele konkrete Anfragen gibt. Für sie ist es wichtig, in Zukunft auf einen zuverlässigen Partner für CO2-neutralen Stahl setzen zu können. Dieser Partner wollen und werden wir sein.

Was bedeutet CO2-neutraler Stahl für das Saarland: Risiko oder Chance?

Rauber: Wir schaffen damit eine Zukunft für unsere Unternehmen und die Mitarbeitenden. Und wir schaffen einen Wasserstoffmarkt für die gesamte Region. Hinzu kommt: Es entstehen neue Berufsbilder und Arbeitsplätze, die es heute noch nicht gibt. Wir machen das Saarland attraktiv für andere Unternehmen, die sich hier ansiedeln. So werden wir den CO2-neutralen Stahl zu einer echten Chance für das Saarland machen. Ohne die Unterstützung der Politik wird das aber – gerade in der Übergangsphase bis 2030 – nicht funktionieren.

Die grüne Zukunft des Stahls

Die grüne Zukunft des Stahls


Einst stand das Saarland für Stahl und Kohle, für Industrialisierung und Wirtschaftswunderzeit. Jetzt startet die Stahlindustrie das größte Projekt ihrer Geschichte: die grüne Transformation. Schon in wenigen Jahren werden Koks und Kohle durch Wasserstoff und Elektrizität ersetzt. Und das Saarland wird zum „grünen“ Industriestandort.

Eine Reihe von gelben Industrierohren und -ventilen mit Messgeräten und Sensoren, die in parallelen Reihen entlang der Wände und der Decke angeordnet sind, zeigt die Präzision und Innovation, die Deutschlands Hidden Champion im Standortmarketing Saarland auszeichnet.
Die neue Koksgaseindüsungsanlage schafft die Voraussetzung für den Einsatz von grünem Wasserstoff.

An der Saar förderten einst Zehntausende Bergleute jenen Rohstoff, der in Dutzenden Hochöfen im Saarland zu Eisenerz und Roheisen verhüttet wurde. Das Saarland war das Land von Stahl und Kohle. Seit über einem Jahrzehnt sind die Gruben geschlossen und deutlich weniger Hochöfen als zu Hochzeiten in Betrieb. Doch im Wandel lag eine Chance und die saarländische Stahlindustrie nutzte sie. Mit innovativen Technologien gelang es ihr, die Produktivität enorm zu steigern, wettbewerbsfähig zu bleiben und Standorte zu erhalten. 

Heute ist sie als heimischer Zulieferer für den Maschinenbau und die Autoindustrie, für Produzenten von Windrädern und vielen anderen Produkten gut positioniert. Nun schickt sich die Stahlindustrie an, den nächsten Entwicklungsschritt zu tun: die Transformation zum grünen Stahl. Es ist ein großes und komplexes Projekt, das sich auf das gesamte Saarland auswirken wird – und neue Chancen bringt.

Seit Jahrtausenden verhütten die Menschen Eisenerz bei hohen Temperaturen und unter Zusatz von Kohle. Auch wenn sich die Herstellung technologisch in vieler Hinsicht weiterentwickelt hat, ist ein Aspekt geblieben, der heute nicht mehr akzeptabel ist – der hohe Ausstoß an Treibhausgasen. Innerhalb der industriellen Fertigung ist die Stahlindustrie für ein Viertel der CO2-Emissionen weltweit verant­wortlich und für nahezu ein Zehntel der Gesamtemissionen. Doch die Stahlhersteller unter dem Dach der SHS – Stahl-Holding-Saar, die Saarstahl AG und die Dillinger Hütte, wollen das schon bald ändern. Denn Stahl bleibt ein Zukunftsstoff, aber seine Produktion muss nachhaltiger erfolgen.

Weg von der Kohle, hin zum Wasserstoff: Investitionen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro sorgen an den Standorten in Völklingen und Dillingen dafür, dass die Geschichte der Stahl­herstellung im Saarland neu geschrieben wird. In Dillingen sollen die klassischen Hochöfen ab 2027 durch eine sogenannte Direktreduktionsanlage zunächst ergänzt und später ersetzt werden. Solche Anlagen brauchen keine Kohle und stoßen auch kein Kohlendioxid mehr aus. Denn um den in Eisenerz und Eisenschrott gebundenen Sauerstoff herauszulösen, also zu reduzieren, wird dort in Zukunft Wasserstoff eingesetzt. Auch um die Hitze zu erzeugen, die zum Einschmelzen des Eisens nötig ist, wird keine Kohle mehr verbrannt. Dazu dienen in Zukunft elektrisch betriebene Öfen, die ebenfalls ab 2027 in Völklingen und Dillingen gebaut werden. Dank des Einsatzes der beiden Techniken sollen jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-armer Stahl hergestellt werden. Da bei jeder Tonne herkömmlich produzierten Stahls die eineinhalbfache Menge an CO2 anfällt, werden damit 4,9 Millionen Tonnen CO2 ein­gespart. Damit wird eine komplett neue grüne Wertschöpfungskette geschaffen. Und diese Investitionen sorgen dafür, Tausende Ausbildungs- und Arbeitsplätze im Saarland zu erhalten. 

Der emissionsfrei erzeugte Wasserstoff, der für die grüne Stahlproduktion benötigt wird, ist allerdings noch nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar. Dies ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Transformation in zweifacher Hinsicht nachhaltig gelingt: in öko­­logischer wie ökonomischer. Deshalb baut die Stahlindustrie gemeinsam mit den lokalen Ener­gie­versorgern die Produktion direkt vor Ort im Saarland auf. Und sobald ein geplantes europäisches Wasserstoffnetz verfügbar ist, wollen sich die saarländischen Hersteller daran anschließen.

Die grüne Stahlherstellung ist ein wichtiger Schritt für das Saarland und darüber hinaus. Denn Stahl ist die Basis für zwei noch größere, gesamtgesellschaftliche Projekte: die Energie- und die Mobilitätswende. Für Elektroautos und öffentliche Verkehrsmittel, für Windkraftanlagen, Solarparks und moderne Gebäude liefert die saarländische Stahlindustrie essenzielle Produkte in hoher Qua­lität. Und das in Zukunft CO2-neutral. Der technologische Vorsprung kann sich als der nächste Exportschlager des Saarlandes entpuppen.

Für eine nachhaltige Industrie

Grüne Transformation:

Für eine nachhaltige Industrie


Klimaschutz und der schonende Umgang mit Ressourcen sollen bei Autos und anderen Verkehrsmitteln zukünftig im Fokus stehen. Im Saarland wird an Ideen geforscht, an innovativen Produkten, Verfahren und ganzen Fabriken gearbeitet, die dazu einen Beitrag leisten.
Eine Person mit Handschuhen und Brille arbeitet mit Maschinen in einer industriellen Umgebung und repräsentiert Deutschlands Hidden Champion. Sie stehen neben einem offenen mechanischen Bauteil an einem Arbeitsplatz mit verschiedenen Werkzeugen und zeigen die industrielle Stärke des Saarlandes.
Am ZF-Standort Saar­brücken werden 8-Gang-Hybridgetriebe für Pkw gefertigt.
Parallel dazu wird nun auch gezielt die Produktion von Antriebstechnik für reine E-Fahrzeuge vorbereitet. © ZF

Menschen wollen mobil sein, daran kann es keinen Zweifel geben. 926 Milliarden Kilo­meter legten sie 2021 allein in Deutschland motorisiert zurück, und der sogenannte Indi­vidualverkehr hat daran den mit weitem Abstand größten Anteil. Doch mit Blick auf Klimaschutz und Umwelt sind Kraftfahrzeuge von der Her­stellung über den Betrieb bis zur Entsorgung Sorgenkinder. Das muss aber nicht so bleiben. Überall wird geforscht, getüftelt und investiert, um das Auto nachhaltiger zu machen. Vier zukunftsweisende Beispiele aus dem Saarland.

Forschung: Recycling-Kunststoffe mit eingebauter Nachhaltigkeit 

Ein Spezialist für Nachhaltigkeit ist Professor Christoph Wittmann, Leiter des Instituts für Systembiotechnologie an der Universität des Saarlandes. Er forscht und arbeitet in einem Fachgebiet, das näher am Alltag ist, als viele glauben. Mikroorganismen dienen seit Jahrtausenden still und fleißig bei der Herstellung von Joghurt, Sauerkraut, Wein oder Brot. Was dabei abläuft, ist jedoch äußerst komplex, und dieser Komplexität will die Systembiotechnologie gerecht werden. „Wir gehen ganzheitlich heran und versuchen, systematisch zu verstehen, wie die Zellen funktionieren, wie sie gebaut sind und wie wir ganz gezielt eingreifen können, um den Stoffwechsel zu lenken“, sagt Wittmann. „Beispielsweise können wir mithilfe der Gentechnik bestimmte Funktionen von Zellen gezielt verändern und sie damit in nachhaltige Synthesefabriken verwandeln.“

Dieses Wissen setzen Wittmann und sein Saarbrücker Forschungs-Team im EU-Projekt REPurpose ein, um aus Abfällen nachhaltige Kunststoffe herzustellen. So sollen langfristig die herkömmlichen auf Basis von Erdöl hergestellten Materialien ersetzt werden. Insgesamt elf europäische Partner sind an dem Projekt beteiligt, die mit ihrer Expertise die gesamte Kette abdecken – von der Produktion bis zum Recycling. Um Kunststoffe zu entwickeln, die sich abbauen und ohne Qualitätsverlust re­cyceln lassen, setzen die Saarbrücker Systembiologinnen und -biologen auf zwei Ansätze, die gemeinsam wirken sollen. Die Abfälle werden mit speziellen Enzymen vorbehandelt, von eigens entwickelten Bakterien abgebaut und zugleich in das gewünschte neue Material umge­wan­delt. „Am Ende haben wir die denkbar ökolo­­gischsten Kunst­stoffe, die ohne Petrochemie hergestellt wurden, kontrolliert abbaubar sind und unbegrenzt re­cycelt werden können“, sagt Wittmann.

Nach Metallen stehen Kunststoffe an zweiter Stelle der in Autos verbauten Materialien, mit seit Jahren steigender Tendenz. Hinzu kommt, dass das Thema Nachhaltigkeit alle Hersteller umtreibt, von Audi über BMW und Mercedes-Benz bis Volks­wagen. Für den Saarbrücker Forscher gibt es daher in der Branche klares Potenzial für seine Produkte: „Konsumenten wollen sich heute mit nachhal­tigen Produkten umgeben. Da wäre das Auto, das ohnehin in dieser Hinsicht kritisch betrachtet wird, ein idealer Ort für unsere Kunststoffe.“

Bosch entwickelt Spezialteile für die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle

In Homburg, auf halbem Weg zwischen Saar­brücken und Kaiserslautern, liegen drei Werke der Robert Bosch GmbH mit rund 4.500 Mit­arbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben anderen Geschäftsbereichen wird im größten Werk an einer Technologie gearbeitet, die für die Mobilität der Zukunft eine große Rolle spielen könnte: die Brennstoffzelle. Vereinfacht gesagt, wandelt sie Wasserstoff und Sauerstoff in elektrischen Strom um, wobei als Abfallprodukt nur Wasser entsteht. Bereits seit den 1960er-Jahren als Stromquelle für Raumschiffe und Satelliten eingesetzt, wird die Technik nun immer mehr alltagsfähig. Zwei Faktoren wirken für Dr. Michael Rein­städtler, der bei Bosch in Homburg die Fertigungsentwicklung der Brennstoffzelle leitet, dabei beschleunigend: die Klimakrise und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Der Abschied von fossilen Brennstoffen kommt schnell. „In Homburg haben wir schon im vergangenen Jahr begonnen, Komponenten für eine Brennstoffzelle zu industrialisieren, das heißt, sie in Serie herzustellen“, sagt Reinstädtler.

Im Vergleich zur Batterie habe die Brenn­stoff­zelle einen entscheidenden Vorteil: Sie lässt sich viel schneller laden, ein Wasserstofftank ist in Minuten gefüllt. Zudem ließe sich eine für Lastwagen nötige Wasserstoffinfrastruktur weitaus schneller und günstiger aufbauen als eine für elektrisches Schnellladen. „Lastwagen brauchen dafür eine Ladeleistung im Megawattbereich. Die nötige Infrastruktur wird es an Autobahnraststätten, wo Hunderte Lkw täglich tanken, lange nicht geben“, ist Reinstädtler sicher. Und Pkw? Natürlich wäre auch das ein attraktiver Ab­satzmarkt. „Aber die Wasserstoffmobilität wird sich zunächst bei Fahrzeugen ab einem Gewicht von sechs Tonnen durchsetzen“, erläutert er. Und ist sicher: „Ab 2035 wird die Hälfte dieser Fahr­zeuge entweder eine Batterie oder eine Brennstoffzelle an Bord haben.“

Pyrum gewinnt wertvolle Recycling­materialien aus alten Autoreifen

Ob Pkw oder Lkw – alle brauchen Reifen, viele nur vier, einige acht, andere bis zu 16 Stück. Haben diese das Ende ihrer Lebenszeit erreicht, müssen sie entsorgt werden, und die Menge an Altreifen erreicht geradezu unglaubliche Ausmaße. Allein in Deutschland fallen jährlich über 600.000 Tonnen davon an, und ihre Entsorgung oder Wiederverwertung ist ein kniffliges Problem. Deshalb landet bisher ein großer Teil der Reifen als Brennstoff in Zementwerken, andere werden zu Blumenkübeln, Parkbänken oder Bodenbelägen für Sport- und Spielplätze.

Dass es dafür eine bessere Lösung gibt, zeigt die Pyrum AG, ein Startup im saarlän­dischen Dillingen. Dem Team um Mitgründer und Vorstand Pascal Klein gelingt das Recycling von Altreifen per Thermolyse, der Aufspaltung organischer Verbindungen bei hohen Temperaturen. „Viele versuchen sich daran, aber keiner hat es so gut hinbekommen wie wir“, erzählt Klein und zeigt in seinem Büro auf eine Reihe von kleinen Behältern, die das enthalten, was nach der Thermolyse vom Reifen übrigbleibt: Gummi­granulate in verschiedenen Mischungen und Korngrößen, Pyrolyse-Öl, Ruß und schließlich Stahldraht – nicht umsonst heißen Autoreifen seit den 1960er-Jahren auch „Stahlgürtelreifen“. Abnehmer gibt es bereits: Beispielsweise stellt der Chemieriese BASF mit Recyclat von Pyrum einen Kunststoff her, den Mercedes-Benz in Fahrzeugen verwendet.

Die Idee zur Thermolyse ist nicht neu, wurde aber bei Pyrum über viele Jahre verfeinert. „Wir haben einen Reaktor entwickelt, der bei hohen und stabilen Temperaturen im Vakuum die Abfälle in ihre Bestandteile zerlegt und dabei im Unterschied zu anderen Lösungen lange läuft“, erklärt Klein. „Diese Anlage hier“, und dabei deutet er aus dem Fenster auf die Anlage im Hof, „ist seit Mai 2020 in Betrieb, also seit drei Jahren, 24 Stunden am Tag.“ Abgesehen vom Schreddern der Abfälle, das Energie kostet, entsteht bei der Thermo­lyse im Reaktor als Nebenprodukt brennbares Gas. „Das erlaubt es uns, die Anlage energieautark zu betreiben, es entsteht sogar ein Überschuss an Wärme, den wir weiterverkaufen können.“

Erlöse aus dem Verkauf der Recycling­pro­dukte, energetisch nahezu autark – das klingt wie ein Selbstläufer, wie etwas, auf das nicht nur die Re­cycling-Welt gewartet hat. Aber Klein, dessen Unternehmen seit September 2021 börsen­notiert ist, bleibt auf dem Boden der Tatsachen. Jede Anlage kostet 30 Millionen Euro, vor­finanzieren kann Pyrum das selbst nicht. „Interessenten gibt es genug, aber für die Finanzierung brauchen diese eine Bank. Und die müssen wir immer noch davon überzeugen, dass unser Produkt nicht nur eine gute Recyclinglösung, sondern auch ein gutes Geschäft ist“, sagt Klein.

Ein Mann mit Brille, schwarzer Mütze, hellblauem Hemd und neongelber Sicherheitsweste steht in einer Industriehalle und spiegelt den Geist des von Saarland Marketing beworbenen "Hidden Champion" wider.

„Viele versuchen sich daran, aber keiner hat es so gut hinbe­kommen wie wir.»

Pascal Klein, Mitgründer und Vorstand Pyrum AG

Arbeiten, Leben und Netzwerken im Saarland

Arbeiten, Leben und Netzwerken
im Saarland

Wo Tradition auf Innovation trifft


Das Saarland, eine Region mit erstaunlicher wirtschaftlicher und wissen­schaftlicher Vitalität, bietet weit mehr, als man vielleicht vermutet. Hier genießen die Menschen nicht nur eine hohe Lebensqualität, sondern es bieten sich ihnen unzählige Möglich­keiten zur persönlichen Entfaltung sowie ein reiches Angebot an Kunst und Kultur.

Ein Fluss schlängelt sich in einem weiten Mäander um einen dicht bewaldeten Hügel. Tief hängende Wolken ziehen über die Landschaft. Im Vordergrund ragt eine Aussichtsplattform von Saarland Marketing über die Baumkronen und bietet einen Blick auf Deutschlands Hidden Champion.
© Oliver Kerner / Tourismus Zentrale Saarland

Im Herzen Europas gelegen, inmitten reizvoller Landschaften und in unmittelbarer Nachbarschaft zu langjährigen Partnern wie Frankreich und Luxemburg, wird das Saarland nicht selten als das europäischste aller Bundes­länder bezeichnet. Es verbindet seine reiche Industriegeschichte mit modernen Arbeits­möglichkeiten und einer innovativen Geschäftswelt. Darüber hinaus zeichnet sich das Saarland durch eine beeindruckende Wandlungsfähigkeit aus. Hier gestalten Wissenschaft und Wirtschaft aktiv die Zukunft – ob Digitalisierung oder grüne Energie. Das Saarland treibt moderne Technologien und wegweisende Veränderungen voran.

Einzigartig ist die Möglichkeit, in nur zehn Minuten von jedem Schreibtisch in die Natur zu gelangen. Vor allem aber machen die Menschen das flächen­mäßig kleinste Bundesland zu einem Ort gelebter Willkommenskultur mit starkem Zusammenhalt und einem einzigartigen Lebensgefühl, dem „Saarvoir-Vivre“. Vom ersten „Willkommen“ bis zum entschlossenen „Willbleiben“ ist es da nur ein kleiner Schritt.

Fach- und Führungskräfte, aber auch junge Familien finden hier ideale Startbedingungen für ihre berufliche und persönliche Entwicklung. Dieses Magazin gibt Leserinnen und Lesern einen ersten Einblick in das attraktive Gesamtpaket aus hoher Lebensqualität, vielfältigen Karrierechancen und starken Netzwerken.

Saarländische Starthilfe für Partnerschaften im Silicon Valley

Die Golden Gate Bridge spannt sich über das Wasser mit Hügeln im Hintergrund und Grün im Vordergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel, ganz wie die landschaftliche Schönheit, für die Saarland Marketing - Deutschlands Hidden Champion im Standortmarketing - wirbt.
© Adobe Stock /mathieulemauff

Das Silicon Valley ist das internationale Epizentrum für Innovation und Fortschritt und bekannt für die enorme Dichte an technologieaffinen Startups und Wag­nis­kapitalgebern. Wer also am Puls der Zeit sein will, kann die maßgebende Inno­vationskraft dieses Ökosystems nicht ignorieren. Erste Kontakte mit potenziellen Partnern zu knüpfen, ein solides Netzwerk aufzubauen und schließlich gemeinsame Projekte anzustoßen ist für Unternehmen und Forschende aus Deutschland jedoch ein aufwen­diges Unterfangen. Um Interessierten aus dem Saarland die ersten Schritte zu erleichtern, hat das Bundesland in San Francisco eine eigene Repräsentanz etabliert. So wirbt Julian Bartsch seit einigen Jahren als offizieller Vertreter des Saarlandes im Silicon Valley für die innovative Region und ist für Interessierte zugleich erster Ansprechpartner vor Ort. Über erste Erfolge kann Bartsch schon berichten: „Einige saarländische Startups haben hier schon Investoren für sich gewonnen oder konnten sich für attraktive Accelerator-Programme qualifizieren.“  

Eine Person mit kurzen Haaren sitzt auf einer Holzbank mit bunten Kissen und trägt ein schwarz-weiß gemustertes Oberteil, eine schwarze Hose und hellrosa Schuhe. Ein großer weißer Schriftzug an der Wand lautet "CREATING HOMES" - eine Anspielung auf Saarland Marketing in Deutschlands Hidden Champion.
„Wir kreieren eine neue Arbeitswelt“


Das Traditions­unternehmen Villeroy­ & Boch hat auch schon vor der Corona-Pandemie auf moderne Arbeitsplatzkonzepte gesetzt. Über die konkrete Umsetzung spricht Esther Jehle, Personalleiterin bei Villeroy & Boch.

Frau Jehle, das Porzellan-Unternehmen Villeroy & Boch besteht seit 1748. Wie passen aus Ihrer Sicht Tradition und New Work in der heutigen Arbeitswelt zusammen?

Im Rahmen des gesellschaftlichen Wandels, den wir nun seit Jahren beobachten, spielt das sogenannte New Work eine immer größere Rolle. Es geht für uns darum, Handwerk-, Designkompetenz und Know-how mit innovativen Arbeitsweisen zu verknüpfen. Dabei testen wir neue Arbeitsmethoden und passen diese für die unterschiedlichsten Bereiche an.

Bereits vor der Pandemie haben Sie mit der Fabrik N°09 am Hauptstandort von Villeroy & Boch in Mettlach (im Saarland) ein modernes Arbeitsplatzkonzept umgesetzt. Worum geht es dabei? Und wie kommt es bei den Beschäftigten an?

Mit Fabrik N°09, einem ehemaligen Produktionswerk, kreierten wir eine neue Arbeitswelt, um aus unserer Geschichte eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Getreu dem Motto „Für jede Tätigkeit der optimale Arbeitsort“ bieten wir in Fabrik N°09 Arbeitsplätze für alle Bedürfnisse – darunter  Open Spaces mit Bibliotheken und Außenarbeitsplätze direkt am See. Bei dem Konzept ist uns besonders wichtig, dass sich alle Mit­arbeitenden hierarchieübergreifend auf Augenhöhe begegnen.

Was waren für Sie Gründe, Teil der Landesmarketing-Kampagne „Saarland Experience“ zu werden und was hat das mit New Work zu tun?

Wer auf der Suche nach leidenschaft­lichen Machern und kreativen Köpfen ist, muss heute unkonventionelle Wege gehen. Das konnten wir als Pilotprojekt im Rahmen der „Saarland Experience“ umsetzen. Denn New Work beginnt auch schon beim Recruiting. Wir als Villeroy & Boch stehen für Fortschritt und leben New Work in allen Bereichen. Darum war die Kampagne mit Platzierung des „Tiny House“ in unserer Parkanlage zukunftsweisend. New Work bedeutet eben auch, Neues auszuprobieren, und die Resonanz hat gezeigt: Das kann sich lohnen!

Andere nennen es Onboarding – hier heißt es Saarlanding

Der Mangel an Fachkräften ist auch im Saarland eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb ist Kreativität gefragt: Mit der außergewöhnlichen Recruiting-Aktion „Saarland Experience“ zeigen Politik und Wirtschaft, wie vielfältig und spannend das Leben und Arbeiten im Saarland ist. Im eigens dafür konstruierten Tiny House übernachten High Potentials direkt vor den Türen saarländischer Top-Arbeitgeber. Dort können sie erste Einblicke in ihre neue Arbeitswelt gewinnen, lernen in einem individuellen Rahmenprogramm Land und Leute kennen und tauchen ein in das ganz besondere „Saarvoir-Vivre“.

Vier Personen gehen auf ein modernes kleines Haus mit grauer Metallverkleidung, einer Holzterrasse und Sitzgelegenheiten im Freien zu - die perfekte Szene für Saarland Marketing - auf einer Wiese mit Bäumen und einem Wandgemälde im Hintergrund.

Eine innovative Möglichkeit, den potenziellen Arbeitgeber und das Leben vor Ort kennenzulernen. Die Herzlichkeit der Menschen und die Vielfalt des Saarlandes haben mich positiv überrascht.»

Sukanya Sengupta, Specialist Cybersecurity bei Villeroy & Boch

HiChamp Podcast #3: Prof. Dr. med. Tim Meyer

HiChamp Podcast #3:

Prof. Dr. med. Tim Meyer – Über Kopfbälle und Ballacks Wade


In den Erfolgsgeschichten der Gäste des Saarland-Podcasts zeigt sich, dass Großes oftmals im Kleinen entsteht. Herausragende Wissenschaftler*innen, starke Unternehmer*innen und innovative Gründerteams sprechen über Zukunft, Visionen und außergewöhnliche Lebenswege – made in Saarland.
 
Wir beleuchten in unserem neuen HiChamp-Podcast einzigartige Karriere-, Herzens-, aber auch komplizierte Umwege – und fragen nach, wie sich Arbeiten, Forschen und Leben im Saarland anfühlt. Willkommen, um zu bleiben. Bei Germany’s Hidden Champion. Saarland.

In Folge 3 berichtet Prof. Dr. med. Tim Meyer, Leiter des Instituts für Sportmedizin der Universität des Saarlandes, von seiner spannenden Zeit als DFB-Mannschaftsarzt, gibt uns interessante Einblicke in seine Forschung zu „Kopfbällen im Fußballsport“ und verrät uns, was ihn aus Niedersachsen ins Saarland geführt hat. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

HiChamp Podcast #2: Esther Jehle

HiChamp Podcast #2:

Esther Jehle – Mettlach statt New York


In den Erfolgsgeschichten der Gäste von Simin Sadeghi und Franz Johann zeigt sich, dass Großes oftmals im Kleinen entsteht. Herausragende Wissenschaftler*innen, starke Unternehmer*innen und innovative Gründerteams sprechen über Zukunft, Visionen und außergewöhnliche Lebenswege – made in Saarland.

Wir beleuchten in unserem neuen HiChamp-Podcast einzigartige Karrieren, Entscheidungen des Herzens und auch komplizierte Umwege – und fragen nach, wie sich Arbeiten, Forschen und Leben im Saarland anfühlt. Willkommen, um zu bleiben. Bei Germany’s Hidden Champion. Saarland.

In Folge 2 verrät Esther Jehle, Chief Human Ressource Officer und Vorständin bei Villeroy & Boch, welche Herausforderungen das Management von 7.000 Angestellten weltweit mit sich bringt. Und warum sie für diese Karriereentscheidung zugunsten des Saarlandes selbst New York gerne eine Absage erteilt hat.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

„Willkommen, um zu bleiben“ – Saarland-Marketing startet die Saarland Experience für TOP-Fachkräfte 

Willkommen, um zu bleiben

Saarland-Marketing startet die Saarland Experience für TOP-Fachkräfte 


Demnächst startet das Saarland-Marketing eine außergewöhnliche Recruiting-Aktion: Unter dem Motto „Willkommen, um zu bleiben“ werden hoch qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber dazu eingeladen, ihre potenziellen zukünftigen Arbeitgeber und das Saarland auf unkonventionelle Art kennen zu lernen.  

Ein kleines, modernes Fertighaus mit grauer Verkleidung und großen Fenstern steht auf einer Holzterrasse in einer Grünanlage - ein Beispiel für innovatives Wohnen, das von Saarland Marketing gefördert wird, mit einem Bürogebäude und Bäumen im Hintergrund.

Ausgangspunkt ist ein eigens dafür konstruiertes Tiny House, das direkt auf dem Gelände der kooperierenden Unternehmen platziert wird. Von hier aus starten die Bewerberinnen und Bewerber ihre „Saarland Experience“: Mit wenigen Schritten gelangen sie von ihrer Unterkunft ins Unternehmen und können sich direkt ein Bild von Job, Arbeitsumfeld und gelebter Unternehmenskultur machen. Und weil das Saarland nicht nur ein exzellenter Arbeitsort, sondern auch ein attraktiver Lebensstandort ist, stehen zudem verschiedene Freizeitaktivitäten, Kulinarisches und Kultur auf dem Programm. 

„Bei der Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt für die Arbeit zu verlegen, spielen natürlich viele Faktoren zusammen, die weit über die eigentlichen Jobkonditionen hinausgehen “, erklärt Jürgen Barke, der saarländische Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie. „Um wirklich anzukommen, muss man sich insgesamt wohlfühlen, und auch für die Familie muss die neue Wahlheimat passen. Deshalb haben wir diese „weichen“ Faktoren bewusst in die Saarland Experience integriert. Die Bewerberinnen und Bewerber können je nach Interessenslage frei wählen, was sie im Saarland erkunden möchten.“ 

Erster Standort: Villeroy & Boch

Erster Standort für das Tiny House ist der Unternehmenssitz des Global Players Villeroy & Boch. Die Aktion ist über einen längeren Zeitraum und in Kooperation mit weiteren Unternehmen angelegt.  

„Wir sind stolz auf die zahlreichen innovativen Entwicklungen im Land, die nicht zuletzt von unseren saarländischen Unternehmen vorangetrieben werden“, sagt Minister Barke. „Gerade hierfür brauchen wir jedoch auch hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die das Saarland als lebenswerte Wahlheimat und spannende Karriereoption vielleicht bis jetzt noch gar nicht wahrgenommen hatten.“ 

Ein älterer Mann mit kurzen weißen Haaren und Brille steht draußen in der Nähe eines modernen Gebäudes mit Metallpaneelen. Er trägt eine dunkle Anzugsjacke über einem hellrosa Hemd und repräsentiert das Standortmarketing Saarland - Deutschlands Hidden Champion - und schaut in die Kamera.

„Wir machen das Saarland für Top-Fachkräfte erlebbar und beweisen, warum sich das Bleiben lohnt: attraktive Karrierechancen treffen bei uns auf ein einzigartiges Lebensgefühl.“

Jürgen Barke
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Foto © Oliver Dietze

Werden Sie Teil der Saarland Experience.

Sie sind Unternehmer oder Unternehmerin, suchen Fachkräfte und wollen das Tiny House für Ihr Recruiting nutzen? Dann werden Sie Teil der Saarland-Experience. Sprechen Sie uns an:

Sabrina Wilhelm
saaris – saarland innovation und standort GmbH
Neumarkt 15
66117 Saarbrücken

Telefon: 0681 210 66 100
saarlandmarketing@saaris.de

Zum Hintergrund:

Seit Ende 2021 hat das Landesmarketing die neue Fokusmarke „Germany’s Hidden Champion. Saarland“ entwickelt, um zukünftig einen speziellen Fokus auf die Ansprache junger High Potentials – also Top-Führungskräfte, Wissenschaftler, spezialisierte Fachkräfte, Gründer und Investoren etc. – zu legen und diese auch langfristig für unsere Hochschulen, Institute und die saarländische Wirtschaft zu gewinnen. Die Saarland Experience ist eine der ersten großen Kampagnen, die unter dem kommunikativen Dach der Fokusmarke umgesetzt werden.

HiChamp Podcast #1: Matthias Maurer

HiChamp Podcast #1:

Matthias Maurer und der Weltraumlöffel


In den Erfolgsgeschichten der Gäste von Simin Sadeghi und Franz Johann zeigt sich, dass Großes oftmals im Kleinen entsteht. Herausragende Wissenschaftler*innen, starke Unternehmer*innen und innovative Gründerteams sprechen über Zukunft, Visionen und außergewöhnliche Lebenswege – made in Saarland.

Wir beleuchten in unserem neuen HiChamp-Podcast einzigartige Karrieren, Entscheidungen des Herzens und auch komplizierte Umwege – und fragen nach, wie sich Arbeiten, Forschen und Leben im Saarland anfühlt. Willkommen, um zu bleiben. Bei Germany’s Hidden Champion. Saarland.

In der ersten Folge sprechen wir mit ESA-Astronaut Matthias Maurer, der es mit saarländischen Innovationen sogar ins All geschafft hat.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden